Oktober 2018 : Wenn wir traurig sind, öffnen wir unserer Seele dem Vertrauen unserer Mutter

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WENN WIR TRAURIG SIND, ÖFFNEN WIR UNSERER SEELE DEM VERTRAUEN UNSERER MUTTER. SEHEN WIR IHR BILD AN. WENN WIR DEN ROSENKRANZ BETEN, DENKEN WIR AN DEN INHALT IHRES HERZENS, IHREN LIEBESÜBERFLUSS, DEN SIE IN UNSERE HERZEN EINGIEβEN WILL.

Liebe Freunde, liebe junge Freunde,

Was empfinden wir, indem wir den Rosenkranzmonat betreten: Traurigkeit, Angst, Entmutigung, Freude oder Hoffnung? Die Bischöfe des zweiten Vatikanischen Konzils – wir haben Euch oft daran erinnert – teilten die Empfindungen von ihren Zeitgenossen mit: Traurigkeit und Angst (luctus et angor). Sie haben aber die Freude und die Hoffnung (Gaudium et spes) vorzeigen wollen. Diese Bischöfe waren keine sanften Träumer oder naiv. Viele hatten die marxistische Verfolgung oder andere Kämpfe durchlebt. Viele erlebten sie noch. Sie konnten nicht glauben lassen, dass sie kein Vertrauen mehr auf Jesus und seine Kirche hatten. Der Grund ihrer Freude und Hoffnung war keine Ideologie oder Utopie sondern das Evangelium Jesu und seine erlösende Menschwerdung. Ende August 1947 empfand Mutter Maria-Augusta Traurigkeit. Sie wollte aber ihre geistlichen Töchter nicht entmutigen. Im Gegenteil. Sie ermutigte sie im Vertrauen auf die Jungfrau Maria, unsere Mutter, ihre Seelen zu öffnen. Sie sollten sie betrachten, den Rosenkranz beten und in ihren Herzen ihren Liebesüberfluss zu empfangen. Mit Recht dürfen wir gegen den Abbau der Familie durch die künstliche Befruchtung und „morgen“ durch die Leihmutterschaft und auch im Hinblick auf die aktuelle Kirchenkrise, von der wir im letzten geistlichen Wort gesprochen haben, Zorn und Traurigkeit empfinden. Wachen wir und beten ständig denn der Dämon zielt darauf ab, um uns zu entmutigen und heckt aus. Stürzen wir nicht in seine Falle. Die Rosenkranzgeheimnisse sollen uns helfen, den Ausgleich zu bewahren: Die freudenreichen, die lichtreichen, die schmerzhaften und die glorreichen. Am Mittwoch, 10. Oktober werden wir in St Pierre de Colombier Pater Olivier Rolland, den Verantwortlichen der marianischen Priesterbewegung in Frankreich, empfangen. Er wird uns an das erinnern, was er im Oktoberzettel der marianischen Priesterbewegung geschrieben hat: „Das Mittel, das Gott der Menschheit schenkt, ist Maria und die Hingabe zu ihr. Das ist das grenzenlose Vertrauen auf ihr liebevolles und mächtiges Mutterherz. Ihm wurde in dieser so schweren Zeit die Ausführung des Planes Gottes anvertraut. Der Plan Gottes kann nur eine anpassende, proportionierte und entschiedene Antwort dem Gegenplan gegenüber, der der ganzen Menschheit droht, sein. Dieser Gegenplan ist der große Kampf, den Satan seit mehr als einem Jahrhundert führt, um alle Menschen anzuleiten, ohne den schöpferischen Gott und sein Liebesgesetz, ohne Christus und sein Evangelium und seine Erlösung, ohne die Kirche und ihre Sakramente, ohne den Heiligen Geist und seine mächtige Verbindungs- und Liebesaktion auszukommen.“ Wir sind mit dieser Analyse hundertprozentig einverstanden. Wir stimmen auch den Botschaften, die das Unbefleckte Herz Mariens Don Gobbi gegeben hat, zu: „Aber ich will die Priester meiner Bewegung nur für mich haben. Wenn sie sich jetzt nicht daran gewöhnen, mich allein zu suchen, mich allein anzuhören, sich mir allein anzuvertrauen, wie sollen sie mich dann zur Zeit des großen Sturmes, wenn alles in tiefe Finsternis stürzen wird, finden können? Und darum mögen sie sich von jetzt an schon daran gewöhnen, in all ihrem Tun mich als Licht zu sehen.“ (10. Feb. 1974) Die Jungfrau Maria sagte Don Gobbi noch, damit wir in Vertrauen und Gelassenheit beharren:„Oft bin ich förmlich überrascht, wenn ich sehe, mit welcher Angst -ja bisweilen sogar mit welcher menschlichen Neugierde – ihr in die Zukunft schaut. Oft fragt ihr euch: Wann wird die Reinigung, die Läuterung der Welt kommen? Es gibt auch solche, die glauben, in meinem Namen Daten und sichere Ereignisse angeben zu können. Sie vergessen, dass Zeit und Stunde ein Geheimnis sind, das im barmherzigen und väterlichen Herzen Gottes verborgen ist. Die Mutter kann ihrem mütterlichen Handeln des Mahnens und des barmherzigen Zuwartens keine Grenzen setzen. Deshalb sage ich euch: Meine vielgeliebten Söhne, schaut nicht in die Zukunft! Dann werden euch weder Angst noch Mutlosigkeit befallen! Lebt nur im gegenwärtigen Augenblick, ganz meinem Unbefleckten Herzen hingegeben!“ (15 Sept. 1975) Im Rosenkranzmonat treten wir in die Hoffnung ein. Der Triumph des Unbefleckten Herzens Mariens ist schon im Herzen der Kleinen. Er wird zur Vollendung nach dem Plan Gottes kommen:„Es ist Zeit, euch einen Teil MEINES PLANES zu enthüllen. Vor allem muss mein Feind den Eindruck gewinnen, alles gewonnen und den Sieg bereits in den Händen zu haben. Deshalb WIRD ES IHM GEWÄHRT SEIN, sich in das Innere der Kirche einzuschleichen…Mein Feind wird schon seinen Siegesgesang angestimmt haben. Er wird glauben, die Welt, die Kirche, die Menschen für sich zu haben. Und dann erst werde ich eingreifen – FURCHTBAR UND SIEGREICH zugleich. SEINE NIEDERLAGE WIRD UM SO SCHWERER SEIN, JE GRÖSSER SEINE GEWISSHEIT WAR, FÜR IMMER GESIEGT ZU HABEN.“

1. Rubrik : Disziplin : Die Ordnung :

Denken wir über diese Sprichwörter nach: „Die Ordnung verdoppelt den Raum und verdoppelt auch die Zeit. Wenn die Gewalt ins Haus eintritt, gehen Ordnung und Gerechtigkeit durch den Kamin hinaus. Wo Ordnung ist, da ist Segen. Gute Schulen sind ein großer Schatz aber im Haus sollen Ordnung, Disziplin und gute Sitten herrschen, damit man davon profitieren kann. Ein Leben ohne Ordnung ist ein unordentliches Leben. Man lebt in Frieden nur wenn man in Ordnung lebt.“ Entschließen wir uns für die Ordnung!

2. Rubrik: Liturgische Vorausplanungen:

Möge der Monat Oktober wirklich der Monat des Rosenkranzes sein! 1.Oktober: Heilige Theresia vom Kinde Jesu, 2. Oktober: Heilige Schutzengel, 4. Oktober: Heilige Franziskus, 5. Oktober: Heilige Faustina, 7. Oktober: Unsere Liebe Frau vom Rosenkranz. Samstag 13. Oktober: Unsere Liebe Frau von Fatima. Sonntag 14. Oktober: Heiligsprechung von Papst Paul VI. Dienstag 16. Oktober: Unsere Liebe Frau von den Rosen, Heilige Maria-Margaretha 14.-21. Oktober: Gebetswoche für die Mission und die geistlichen Berufungen, 22. Oktober: Fest vom Heiligen Johannes Paul II.

3. Rubrik: Geistliches Wort

Diesen Monat kommt unser geistliches Wort von Mutter Maria Augusta. Sie ist die Frucht ihres Gebets, am Ende des Monats August, einige Tage nach einer Wallfahrt in Lourdes. „Mehr als je, schrieb unser Gründer, verstand sie, dass wir in unserer Schwäche, unseren Fehlern (Sünden), die Mutter Jesu zu Hilfe anrufen sollen, wie man auch selbstverständlich Jesus selbst anruft. Um zu siegen, soll man viel beten, Buβe tun. Im Vertrauen und im Gehorsam soll man sich dem Leiden hingeben, wie auch dem Trost des Heilands. Im reinen Glauben soll man, so weit möglich, ruhig, verfügbar und ohne Widerstreben bleiben. Jesus liebt so sehr! Er liebt seine Bräute wie ein Bräutigam, der in der Tiefe seiner Liebe fordernd aber auch demütig und wachsam ist. Infolge dessen soll man sich ihm wirklich anvertrauen und die greifbaren Beweise seiner Liebe – wie sein Kreuz und seine heiligen Wunden – verehren. Man soll annehmen, dass man schwach und arm ist: Man hat keine echte Liebe, weil man oft undankbar ist. Man muss üben, die Versuchungen zu beherrschen, indem man Jesus ständig anschaut. Man muss das empfundene Leid durch ein sehr tiefes Vertrauen zu der Vermittlerin aller Gnaden überwinden. Man soll den Rosenkranz benutzen, um den Inhalt ihres Herzens zu verstehen. Sie wünscht so sehr, ihren Liebesüberfluss in die Seelen der Geliebten von Jesus eingießen. So kann man trotz den Fehlen die Sanftmut, die Ruhe und die Liebe zum Herzen Jesu, das durch die zahllosen Sünden der Welt verletzt ist, bewahren. Deswegen können wir trotz unserer Schwäche schon auf der Erde und später im Himmel am Heil der Seelen arbeiten. Manchmal lässt Jesus zu, dass wir fallen. Dies, um daran zu erinnern: Ohne ihn, kann man nichts tun. (Joh 15,5). Er ist immer voll Aufmerksamkeit mit uns. Also lieben, beten, leiden, weinen wir aber lieben wir noch mehr. So werden wir zu Aposteln der Liebe im Vertrauen, totaler Hingabe, absolutem Gehorsam, integrale Gleichgültig (= im Sinn: nicht an seinen Ideen hängen), in der Liebe ohne Maß! So stirbt man sich selber und erlangt das ewige Leben. So trägt man Jesus und bringt seine Liebe in allen Dingen und allen Menschen.“ Möge dieser Kommentar unseres Gründers während dieses Rosenkranzmonates uns helfen, im Vertrauen zu leben und den Rosenkranz zu unserem Lieblingsgebet zu machen. Wir können Euch nur einladen, diesen sehr schönen Brief von Johannes Paul II., „Rosarium Virginis Mariae“ von 16. Oktober 2002, wieder zu lesen. Denken wir über den Inhalt des Unbefleckten Herzens Mariens nach: Die Freude im Heiligen Geist durch die freudenreichen Geheimnisse; der missionarische Eifer in Gemeinschaft mit Jesus, dem großen Missionar, durch die lichtreichen Geheimnisse; der Mitleid und der miterlösende Geist durch die schmerzhaften Geheimnisse. Mit den glorreichen Geheimnissen wenden wir dem Himmel, unserer einzigen Heimat, unser Herz zu. Durch die Kette des Rosenkranzes fesselt das Unbefleckte Herz Mariens die Dämonen und bindet uns an die große Seilschaft (cordée) der Getauften, die entschlossen sind, den Weg zum Himmel zu gehen.

4. Rubrik: Ausbildung: Buch vom Johannes Paul II: „Auf! Wir wollen gehen!“

Lesen wir dieses letzte prophetische Buch von Johannes Paul II. Verstehen wir besser seinen großen Aufruf zum Mut. Bilden wir uns in Bioethik weiter, damit wir fähig werden, die zuverlässige Lehre der Kirche weiterzugeben, was die (Procréation) (= Zeugung) nach dem Plan Gottes, des Schöpfers, betrifft. Die künstliche Befruchtung (auf französisch: PMA= Procréation Médicalement Assistée) sollte nicht so genannt werden. Das Konzept „Procréation“ wurde in der Tat von der Kirche aufgenommen, um die Natur der Mitarbeit der Eheleute mit Gott in die Gabe des menschlichen Lebens zu präzisieren. Die Eheleute sind keine „Mitschöpfer“, weil sie das menschliche Leben nicht schaffen. Gott allein ist Schöpfer des Wesens. Die Eheleute sind „Proschöpfer“, weil sie mit Gott, dem Schöpfer, mitarbeiten. Gott will die spirituelle Seele des neuen menschlichen Wesens nur nach dem ehelichen Bund schöpfen Pierre Simon in seinem Buch „Vom Leben vor allem Ding“ behauptete, dass er das Leben nicht mehr wie eine Gabe Gottes sah, sondern wie ein Material, das zu verwalten ist. (S 219). Die Natur und das Leben sind für Pierre Simon mehr dann je eine menschliche Produktion (S 255). Die römische Instruction „Donum Vitae“ vom Josef Kardinal Ratzinger, am 22 Februar 1987“, widersprach dieser materialischen Auffassung, indem sie in der Treue zur Tradition behauptete: Jedes menschliche Leben ist heilig, weil es eine Gabe Gottes und die Frucht des Aktes der Liebe zwischen einem Ehemann und einer Ehefrau ist. Es ist nicht das Ergebnis eines Technikers im Labor. Indem wir der Lehre zustimmen, die das Kirchenlehramt mit Autorität gibt, helfen wir unseren Zeitgenossen, was bei der Bioethik auf dem Spiel steht, zu verstehen. Man kann nicht von Produktion des menschlichen Lebens sprechen, sondern nur von Prokreation. Tatsächlich sagte Johannes Paul II., an der Genealogie jeder menschlichen Person nehmen die Procreateur Eheleute und Gott teil. Er allein aber kann die spirituelle Seele schaffen.

5. Rubrik: Aktion

Der Monat Oktober ist der Rosenkranz Monat und er ist auch der Monat der Mission. Laden wir ohne Angst unsere Freunde ein, den Rosenkranz im Familienkreis vor einer Statue der Mutter Gottes oder in der Kirche zu beten. Legen wir ohne menschliche Furcht Zeugnis ab für Jesus, das Evangelium und die eine, heilige, katholische und apostolische Kirche. Lassen wir das schöne Antlitz der Kirche in seinen Heiligen neu entdecken.

6. Rubrik: Austausch

Wir sagen Gott Dank für die ewigen Gelübde von Sr Adelaïde und Sr Gabriella. Wir vertrauen Euren Gebeten unseren Postulanten und unsere drei Postulantinnen an. Danke für das Weiterbeten für die Baugenehmigung der Kirche des Unbefleckten Herzens Mariens. Ich segne Euch mit Zuneigung und versichere Euch des Gebetes und der Zuneigung Mutters Magdeleine. Ich vertraue Euch alle unsere Anliegen an. Schreiben wir die beiden Daten des Festes Unserer Lieben Frau vom Schnee in unsere Kalender auf: Samstag 8. oder Samstag 15. Dezember 2018.

Pater Bernhard

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